Was ist ein Trauma?

Ein psychisches Trauma wird definiert als “eine verzögerte Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigen Ausmaßes (kurz oder langanhaltend), die bei fast jedem eine tiefgreifende Verzweiflung auslösen würde” (ICD-10).

Traumazentrierte Fachberatung und Traumapädagogik

Traumazentrierte Fachberatung und Traumapädagogik richten den Blick darauf, wie belastende oder traumatische Erfahrungen sich auf Kinder und Jugendliche auswirken – im Verhalten, im Erleben und im Alltag.

Viele Reaktionen, die zunächst schwer verständlich erscheinen (z. B. Rückzug, starke Gefühle, Unruhe oder Vermeidung), sind oft Versuche des Kindes oder Jugendlichen, mit innerer Überforderung umzugehen.

Ziel der Arbeit ist es, Kindern und Jugendlichen wieder mehr Sicherheit, Orientierung und Stabilität zu ermöglichen. Dabei geht es nicht darum, das Erlebte „aufzuarbeiten“, sondern zunächst darum, den Alltag zu stabilisieren und einen verlässlichen Rahmen zu schaffen - bis es dem Kind besser geht und/oder ein Therapieplatz zur Verfügung steht.

Ein wichtiger Bestandteil ist es außerdem, Eltern dabei zu unterstützen, die Reaktionen ihres Kindes besser zu verstehen und angemessen darauf reagieren zu können.

Die Arbeit ist alltagsnah, ressourcenorientiert und darauf ausgerichtet, Kinder, Jugendliche und Familien in einer belastenden Phase zu entlasten und zu stärken.